15 Jahre „cantamus deo“ mit überzeugendem Konzert begangen

Nach einem anstrengenden Probenwochenende mit Wolf-Rüdiger Spieler erklangen in der Zeulenrodaer Dreieinigkeitskirche geistliche Chorwerke. 250 Konzertbesucher bemerkten schnell, dass der Chor „cantamus deo“ (früher: Jugendchor Schleiz) mit Freude am Musizieren und durch professionelle Schulung Glanzlichter setzen kann.

Cantamus deo heißt: Wir singen für Gott. Nicht nur dem Namen nach, sondern auch durch ihre Einsatzfreude, ihre Begeisterung und ihre Ausstrahlung zeigten die jungen Chormitglieder, dass sie diesen Chornamen mit Würde tragen dürfen. Der Hausherr der ev.-luth. Dreieinigkeitskirche, Pfarrer Michael Behr, leitete das Konzert mit anerkennenden Worten für das Musikensemble ein. Er würdigte zugleich das 15-jährige Bestehen dieses jugendlichen Chores.

In vielen Proben während der zurückliegenden Monate übte der Gründer und Dirigent dieses Chores, Diakon Stefan Kothner aus der Gemeinde Schleiz, das Konzertprogramm mit den 35 jungen Sängern ein. Chorwerke aus dem 19. und 20. Jahrhundert, darunter zahlreiche Choräle, die Motette „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ op. 69 von Felix Mendelssohn Bartholdy oder die „Kantate zum Erntedankfest“ op. 81 von Friedrich Moritz Gast wurden ausdrucksstark vorgetragen.

Durch das Probenwochenende mit dem international bekannten Kölner Kirchenmusiker, Stimmbildner und Leiter einer Musikakademie, Wolf-Rüdiger Spieler, konnten für das Konzertprogramm noch wesentliche belebende Akzente gesetzt werden. In seiner Bescheidenheit resümierte Stefan Kothner die Chorarbeit des Gastdirigenten: „Bisher konnten wir Töne aneinanderfügen, jetzt ist Leben in diese Chormusik gekommen“. Die zahlreichen Konzertbesucher konnten dies in dem umfangreichen und vielseitigen Konzertprogramm erleben.

Neben den geistlichen Chorwerken, z. B. auch Maurice Bevans „Es ist Weite in Gottes Gnade“ oder Johann Heinrich Lützels „Herr, mein Gott, ich traue auf dich“ erklangen auch zwei Violinenstücke - vorgetragen von Susanne Kothner als Solistin. Mit Klavierbegleitung ertönte die Romanze G-Dur op. 26 von Johan Svendsen. Nicht nur dieses Vorspiel mit höchsten musikalischen Anforderungen konnte als Höhepunkt des Konzertes angesehen werden. Als Sopransolistin bereicherte Cornelia Kamplade mit gewohnt sicherer Tonfindung und guter Akzentuierung mehrfach das Programm. Auf der dreimanualigen Jehmlich-Orgel erklang die Fantasie d-Moll op.176 von Gustav Merkel. Hier zeigte Stefan Kothner Orgelmusik in verschiedenen Ausprägungen, von kräftig fulminanten Akkorden bis hin zu lieblichen Passagen.

Das Konzert konnte nach diesen glanzvollen Vorträgen und lang anhaltendem Applaus nicht so enden. Als Zugabe erklang vom Chor und der Orgel gemeinsam vorgetragen der Choral von Paul Isom „Ewiger Gott im Himmel weit“. Mit herzlicher Umarmung verabschiedete sich Gastdirigent und Stimmbildner Wolf-Rüdiger Spieler von jedem der Mitwirkenden persönlich. Er als Musikprofi kann am besten die musikalischen Fähigkeiten der Chorsänger einschätzen. Dies brachte er sehr deutlich und wertschätzend ihnen gegenüber mehrfach zum Ausdruck.

Text: U.S / Fotos: U.S .