Gottesdienst mit Inruhesetzung und Ordination

Ein besonderer Meilenstein in der Geschichte der Gemeinde Zeulenroda war der Besuch von Apostel Rolf Wosnitzka am 10. April 2016.

Schon lange hatten sich die Glaubensgeschwister der Gemeinde auf den Besuch des Apostels gefreut, aber auch mit einer gewissen Wehmut auf dieses Datum geblickt, wussten sie doch, dass in diesem Gottesdienst drei Amtsträger in den Ruhestand treten werden. Die beiden Priester Werner Fröhlich und Lothar Zimmermann standen seit 1984 bzw. 1987 im priesterlichen Dienst und hatten somit die Gemeinde Zeulenroda – auch in verschiedenen Beauftragungen – entscheidend mitgeprägt. Diakon Rudolf Preidel stand erst seit 2009 in seinem Amtsauftrag, doch hatte er durch seine freundliche und zuvorkommende Art schnell die Herzen der Glaubensgeschwister gewonnen.

Apostel Wosnitzka stellte den Gottesdienst unter das Bibelwort Matthäus 5,39-41:

"Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel. Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei."

Er erläuterte der Gemeinde, dass ein Christ im Sinn und Geist Jesu Christi leben sollte und sich dabei nicht immer auf sein vermeintliches Recht berufen kann. Manchmal muss man um des Namens Jesu willen auch Böses von den Menschen hinnehmen. Trotzdem braucht ein Christ nicht zum Spielball der Menschen zu werden. Als Jesus in Nazareth von einem Berg gestürzt werden sollte ging er mitten durch seine Peiniger hinweg (Lukas 4,30). Auch ließ es Jesus nicht zu, dass ihn die Juden steinigten, sondern er verbarg sich vor ihnen (Johannes 8,59). Dabei hat Jesus seinen Feinden nie geschadet oder sich an ihnen gerächt. So wollen wir es auch tun.

In seiner Ansprache an die zukünftigen Ruheständler würdigte der Apostel noch einmal den Dienst der drei Gottesknechte und dankte ihnen im Namen der Gemeinde und des Apostolats für die geleistete Arbeit.

Zur großen Freude der Gemeinde ordinierte der Apostel im Anschluss an die Inruhesetzung zwei Diakone: Diakon Mario Hupfer war durch die Verbindung mit seiner heutigen Frau auf den neuapostolischen Glauben aufmerksam geworden und hat seitdem einen festen Platz im Gemeindeleben gefunden. Diakon Omachonu Dominic, ein gebürtiger Nigerianer, war erst wenige Augenblicke vor der Amtseinsetzung zusammen mit seiner Tochter Eleanor mit dem Heiligen Geist versiegelt worden. Apostel Wosnitzka erklärte, dass er den zukünftigen Diakon Dominic schon längere Zeit beobachtet habe. Er bewundere seine Freude, mit der Omachonu Dominic seinen christlichen Glauben insbesondere im Gesang zum Ausdruck bringt. „Wer mit einer solchen Freude und Hingabe seinen Glauben bekennt, dem wird es auch nicht schwer fallen, dem lieben Gott im Amt zu dienen“, so der Apostel.

Sowohl die drei Ruhestands-Amtsträger als auch die beiden ordinierten Diakone erhielten nach dem Gottesdienst von der freudig gestimmten Gemeinde viele Segenswünsche für den "neuen" Lebensabschnitt.

Text: A. K., Fotos: A. K., W. K.