Gemeindeausflüge im Jahr 2018

In unseren Gemeinden finden sich gläubige Christen zusammen, um gemeinsam Gott zu loben, ihn anzubeten und sein Wort aufzunehmen. Wie schön ist es aber auch, wenn Glaubensgeschwister Gemeinschaft pflegen, sich näher kennen lernen und einen Teil ihrer Freizeit miteinander verbringen.

Reise zum Sommerfest nach Berlin

Ein fester Bestandteil im Leben der Gemeinde Zeulenroda ist das jährlich stattfindende Kirchweihfest (wir berichteten), zu dem in den letzten Jahren auch die Geschwister aus den beiden Partnergemeinden Berlin-Grünau und Herrenberg eingeladen waren. Im Gegenzug konnten die Zeulenrodaer Glaubensgeschwister schon viele schöne Stunden in Berlin-Grünau und Herrenberg verbringen.

Am 25. und 26. August 2018 folgten etliche Gemeindemitglieder aus Zeulenroda der Einladung der Glaubensgeschwister aus Berlin-Grünau zu ihrem Sommerfest. Der dortige Gemeindevorsteher, Evangelist Rainer Heinecke, begrüßte am Samstag-Nachmittag die Festgemeinde und stellte das Programm für die nächsten beiden Tage vor. Die Besucher aus Zeulenroda begaben sich zunächst mit einigen Berliner Geschwistern ins Zentrum des Stadtteiles Altglinicke. Hirte i. R. Wolfgang Lucke berichtete über die Geschichte des Berliner Stadtteiles, der bis zur Eingemeindung nach Groß-Berlin im Jahr 1920 ein eigenständiger Ort war. Ein zentraler Blickfang im Zentrum Altglienickes ist die evangelische Pfarrkirche. Hier wurde die Besuchergruppe von Kirchenrat Herrn Stenz erwartet. In einem kurzem Vortrag stelle er die Geschichte der Kirche und der evangelischen Gemeinde Altglienecke vor. Mit zwei Liedern bedankte sich die Besuchergruppe für den freundschaftlichen Empfang.

Ein kurzer Abstecher führte die Gruppe anschließend ins ehemalige Grenzgebiet nach Westberlin. Wie dankbar können wir sein, dass, auch im Hinblick auf den vorangegangenen Besuch in der Altgienicker Pfarrkirche, in den vergangenen Jahren viele Mauern abgebaut werden konnten!

Zurück auf dem Grundstück der neuapostolischen Gemeinde stärkten sich die Festteilnehmer mit liebevoll zubereiteten Speisen und Getränken. Während des anschließenden gemütlichen Zusammenseins überraschten zwei (eigentlich längst verstorbene) Berliner Originale die Festgemeinde – Nante, der Eckensteher und Heinrich Zille. In humorvoller Weise gaben die beiden einen kleinen Einblick in ihre Zeit und ihr Leben.

Ein besonderer Höhepunkt des Gemeindefestes war der gemeinsam erlebte Gottesdienst am Sonntagmorgen. Evangelist Heinicke hielt ihn unter dem Bibelwort Hebräer 10, 35. Nach einem ausgiebigen Mittagessen auf dem Kirchengrundstück begaben sich die Besucher aus Ostthüringen dankbar und freudig auf ihre Heimreise.

Chorausfahrt nach Altkötschenbroda

Seit vielen Jahren unternimmt der Zeulenrodaer Gemeindechor jährlich eine Chorausfahrt. In diesem Jahr stand Kötschenbroda, ein kleiner Ort in unmittelbarer Nähe der sächsischen Landeshauptstadt Dresden, auf dem Programm. Seit 1935 ist Kötschenbroda ein Stadtteil von Radebeul.  Der heutige Straßenanger Altkötschenbroda bezeichnet sich als „schönster Dorfkern der Stadt Radebeul“ und  beherbergt viele kleine Lädchen, Kneipen und liebevoll hergerichtete Häuser und Gässchen. Während einer Führung durch den Ort lernte die Reisegruppe die Geschichte von Kötschenbroda kennen. Ein besonderes historischen Ereignis war der im Pfarrhaus der Friedenskirche geschlossene „Waffenstillstand von Kötschenbroda“ zwischen dem Königreich Schweden und dem Kurfürstentum Sachsen, mit dem Kursachsen bereits im Jahr 1645 aus dem Dreißigjahrigem Krieg ausschied. Der Zeulenrodaer Gemeindechor erfreute die anderen Besucher der Kirche mit zwei Liedern.

Nach dem Mittagessen reiste die Gruppe weiter zum nahegelegenen Weingut Hoflößnitz. Das dortige Hauptgebäude, durch das die Besuchergruppe geführt wurde, ist das „Berg- und Lusthaus“. Äußerlich sehr schlicht gehalten, entfalten sich im Obergeschoss prachtvoll ausgestattete Räume, die der sächsische Kurfürst Johann Georg I. und seine Nachkommen während ihrer Aufenthalte im Weingut als Wohn- und Festsäle nutzten. Ein Vortrag über das Weingut und den Weinanbau in Sachsen sowie eine Weinprobe im Pressenhaus beendeten den ereignisreichen Ausflug, bevor sich die Reisegruppe wieder auf den Heimweg begab. Ein großes Dankeschön gilt den beiden Organisatoren Steffi und Romano Thrum.