Adventskonzert 2018

Schon lange hatte sich die Gemeinde Zeulenroda auf ihr Adventskonzert vorbereitet, welches am Sonntag, den 16. Dezember 2018, stattfand. Es stand unter dem Motto „Wie schön leuchtet der Morgenstern“.

“In unseren Breiten fällt Advent in eine Jahreszeit, wo die Nächte am längsten und die Tage am kürzesten sind. Die Menschen schmücken ihre Wohnungen, aber auch die Städte und Dörfer, die Kirchen und selbst die Arbeitsplätze mit heimisch anmutenden Lichtern, die ein Gefühl von Wärme und Gemütlichkeit vermitteln, und sie daran erinnern, dass Weihnachten, das Geburtsfest Jesu Christi, vor der Tür steht. Doch was bedeutet dieses Licht?

Jesus Christus kam vor ca. 2000 Jahren als Mensch auf diese Erde, um die Menschheit aus der Dunkelheit der Gottferne wieder ins Licht der Gottesnähe zu führen. Er selbst war und ist das Licht, an dem sich die Menschen orientieren und führen lassen können, das aber auch Wärme und Geborgenheit vermittelt. „Ich bin der helle Morgenstern.“, so sagt es Jesus im biblischen Buch der Offenbarung.”

Mit diesen Worten beschrieb André Kögler, der Leiter des Zeulenrodaer Gemeindechores, den Leitgedanken des Konzertes. Die meisten Menschen nutzen das Weihnachtsfest, um ihren Angehörigen eine kleine Freude zu bereiten. Wer denkt dabei noch an die große Freude, dass Gott seinen Sohn auf die Erde sandte, um die Menschheit zu erlösen? Mit ihren Liedern und Instrumentalstücken brachten der gemischte Chor, Frauen-, Männer- und Kinderchor, kleine und große Musikanten sowie Solisten diese Freude zum Ausdruck.

Wie viele Menschen suchen in dunklen Zeiten ihres Lebens einen Stern der Hoffnung? Der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer musste solche dunklen Zeiten erleben. Wenige Wochen vor seiner Hinrichtung schrieb er im Dezember 1944 an seine Verlobte einen letzten Weihnachtsgruß, in dem er seine Gedanken in einem Gedicht zusammenfasste:

"Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr. 

...
Lass warm und hell die Kerzen heute flammen,
die du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht."

Diakon Romano Thrum interpretierte das Gedicht in der bekannten Vertonung von Siegfried Fietz.

Zum 200. Jahrestag seiner Uraufführung durfte auch das bekannteste deutsche Weihnachtslied “Stille Nacht, heilige Nacht” im Programm nicht fehlen. Eine kleine Flötensolistin sowie der Frauenchor brachten das Lied zu Gehör.

Einen Hauch internationalen Flairs bekam das Konzert durch die beiden Lieder “O come all ye faithful” und “Mary did you know”, die unser aus Nigeria stammender Glaubensbruder und Priester Omachonu Dominic und seine Frau Roswitha zum Vortrag brachten.

Als letzten Programmpunkt unterstrich der Chor noch einmal den Leitgedanken des Konzertes:

„Wie schön leuchtet der Morgenstern, voll Gnad' und Wahrheit von dem Herrn uns herrlich aufgegangen!“

Möge dieser Stern, nicht nur zum Weihnachtsfest, auf dem Weg unseres Glaubens und unseres Lebens leuchten.

Gemeinde-Weihnachtsfeier

Das Adventskonzert war nicht die einzige Aktivität dieses Wochenendes. Bereits am Vortag traf sich die Gemeinde zu ihrer Weihnachtsfeier.

Zum gemeinsamen Kaffeetrinken brachten viele Familien eine Kostprobe ihres Weihnachtsgebäcks mit. Anschließend konnten sich die Kinder in einer Bastelstube betätigen, eine Glaubensschwester erfreute kleine und große Zuhörer mit alten und neuen Weihnachtsgeschichten und ein offenes Weihnachtslieder-Singen brachte auch den letzten Teilnehmer in eine schöne Weihnachts-Stimmung.

Den Höhepunkt der Weihnachtsfeier bildete ein Bibelquiz mit zum Teil kniffligen Fragen. Der Sieger wurde am Ende der Finalrunde zum "Biblionär" gekürt und erhielt als Preis eine Bibel in der neuen Lutherübersetzung von 2017.

Zum Abschluss der Weihnachtsfeier konnten sich alle Teilnehmer noch einmal mit Thüringer Rostern und Glühwein stärken.

Mit Freude und Dankbarkeit blickt die Gemeinde Zeulenroda auf das vergangene Jahr 2018 zurück. Manches Leid musste getragen werden, aber viele schöne Höhepunkte bereicherten neben den Gottesdiensten das Gemeindeleben. Möge auch im neuen Jahr der Reichtum unseres Glaubens in unserer Gemeinde sichtbar werden.