Palmsonntag mit Diamantener Hochzeit

60 Jahre sind seit der Eheschließung von Rudolf und Rosemarie Kögler vergangen. Am Palmsonntag, den 2. April 2023, erhielten sie in der Gemeinde Zeulenroda den Segen zu ihrem diamantenen Ehejubiläum.

Bezirksältester Stefan Standke leitete den Gottesdienst unter dem Bibelwort Johannes 12, 15.16:

„'Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen.' Das verstanden seine Jünger zuerst nicht; doch als Jesus verherrlicht war, dann dachten sie daran, dass dies von ihm geschrieben stand und man so mit ihm getan hatte."

In seiner Predigt erläuterte der Bezirksvorsteher, dass der Esel in der Zeit des Alten Testaments das Reittier von Königen und vornehmen Persönlichkeiten zu friedlichen Anlässen war, Pferde hingegen zu kriegerischen Zwecken geritten wurden. Später wurde der Esel mehr und mehr zum Lasttier der armen Leute. Dieses Bild verdeutlicht die Bedeutung des Einzuges Jesu in Jerusalem. Er, dessen Reich nicht von dieser Welt ist, zog als König in Jerusalem ein; aber nicht als Eroberer, sondern als Friedefürst und Versöhner des meist armen Volkes mit Gott. Auch wenn die Menschen in Jerusalem damals andere Erwartungen in ihn setzten und ihn nur wenige Tage später wie einen Verbrecher kreuzigen ließen, verstanden seine Jünger, die an ihn glaubten, nach seiner Auferstehung die Tragweite dieses Geschehens. Bis in unsere Zeit hat Palmsonntag seinen Sinn für uns als Nachfolger Christi nicht verloren. Manchmal erscheint es, als ob das Böse die Oberhand behält. Doch das Königtum Jesu Christi wird den Sieg davontragen, und Jesus wird, wenn die Zeit erfüllt ist, sein Friedensreich aufrichten, um gemeinsam mit seiner königlichen Priesterschaft allen Seelen sein Evangelium zu verkündigen.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls empfing das Ehepaar Rudolf und Rosemarie Kögler den Segen zu ihrem 60-jährigen Ehejubiläum. In jungen Jahren hatten sie sich als Mitsänger des Bezirkschores Plauen kennengelernt. In den vielen Jahren ihres gemeinsamen Lebens haben sie ihre Kraft nicht nur für ihre große Familie, sondern auch für ihre Gemeinde, und damit im Werk Gottes, eingesetzt. 16 Jahre lang diente Hirte i. R. Rudolf Kögler als Gemeindevorsteher - zunächst in Triebes, später zusätzlich in Zeulenroda, und seit 2002 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2007 in der mit Triebes vereinigten Gemeinde Zeulenroda. Bezirksältester Standke dankte dem diamantene Paar für ihren treuen Dienst und widmete ihnen zu ihrem besonderen Jubiläum das Bibelwort aus Sacharja 9,16:

"Und der Herr, ihr Gott, wird ihnen zu der Zeit helfen, der Herde seines Volks; denn wie edle Steine werden sie in seinem Lande glänzen."

Den herzlichen Glück- und Segenswünschen des Bezirksvorstehers schlossen sich die beiden Gemeinden Zeulenroda und Pausa an, die sich zum gemeinsamen Gottesdienst versammelt hatten.