Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Johannes 11,25.26 zugrunde:
„Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?"
Den Weg zur Wortverkündigung bahnte die versammelte Gemeinde mit dem Lied „Wir wollen deine Nähe fühlen“ (aus „Jesus, ich komme zu dir“ – Lieder für Andacht und Gottesdienst – Band 1, Verlag Friedrich Bischoff GmbH).
Gemeinde = Verantwortung
Bezirksapostel Krause nahm Bezug auf den Text des Liedes, wo es heißt „Begegne uns durch Groß und Klein. Und lass uns selbst ein Licht auch sein.“ Er rief uns ins Bewusstsein, dass wir füreinander Verantwortung tragen. Das bedeutet, nicht nur Konsument zu sein. Ob Kind, ob Erwachsener – durch jeden von ihnen möge Gott uns begegnen. Jeder ist wichtig. Jeder von uns hat seinen Platz in der Gemeinde und leistet einen Beitrag. Wir können so sein wie wir sind – vielfältig, bunt, laut, leise – und doch gehören wir zusammen, bilden ein Ganzes, weil wir eines Geistes sind und ein Glaubensziel haben. Gemeinde bedeutet, Verantwortung für sich selbst, aber auch füreinander zu haben. Denn das Leben beschert uns auch Phasen, in denen wir keine Hilfe zu sein scheinen. Und doch tun wir allein durch unsere bloße Anwesenheit etwas für die Gemeinschaft. Zudem ist es tröstlich, zu wissen, dass Jesus mitten unter uns ist – immer. Glaube das!
Ich bin
Dann wandte sich Bezirksapostel Krause dem Bibelwort zu: Jesus ereilte die brisante Nachricht, dass Lazarus im Sterben liegt. Martha und Maria, die beiden Schwestern des Lazarus, hofften auf Jesu’s Hilfe. Dieser jedoch ließ sich Zeit. Lazarus verstarb und war bereits beerdigt worden bevor Jesus bei ihnen eintraf. Martha machte ihm aufgrund seiner späten Ankunft Vorwürfe. ... menschlich, denn sie war voller Trauer. Dennoch kommt hinter dieser (An)Klage Martha’s feste Überzeugung zum Vorschein, dass Jesus helfen kann – selbst jetzt noch, Tage nach Lazarus’ Begräbnis. Bestätigung für ihre Glaubensüberzeugung erhielt sie durch Jesu´s Worte: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Mit dieser Aussage holt(e) er die weit entfernte Auferstehung in die Gegenwart. Jesus durchbrach das Vergängliche durch sein Bekenntnis, dass er Auferstehung und personifiziertes Leben ist.
Glaubst du das?
Grundlegend dafür ist, ob wir das glauben. So wie Martha müssen wir vielleicht auch hin und wieder auf Hilfe warten. Bezirksapostel Krause rief daher der Gemeinde zu: „Lasst uns gelassen damit umgehen, dass wir nicht auf alle Fragen hier und jetzt Antworten bekommen. Üben wir uns in Glaubensgelassenheit." … nicht wie das Volk Israel. Es wollte während seiner Wüstenwanderung sofortige Besserung der Verhältnisse, was zum Bau des goldenen Kalbes führte. Errettung und Hilfe brachte es den Israeliten nicht.
Lasst uns fest daran glauben, dass
- der Heilsbringer, Jesus, mitten unter uns ist,
- unser himmlischer Vater ein mitwandernder Gott ist – bis heute, jeden Tag.
Unser Glaube
Die Pharisäer waren gesetzestreu. Ihre (vermeintlich) strikte Einhaltung der Gebote (ver)führte sie zur Überheblichkeit und Herabwürdigung anderer. Das war kein Gott-gefälliges Verhalten.
Das Halten von Geboten nach außen hin ist nicht unser Glaube. Sondern: Unser Glaube möge ein Licht sein, das von innen heraus in unser Umfeld strahlt und zeigt, dass wir eine Gemeinschaft sind, die hilfsbereit, nachsichtig und vergebungsbereit ist.
Unser neuapostolisches Glaubensbekenntnis beschreibt detailliert, woran wir glauben.
Fazit:
Bei allem, was wir erleben – Trauer, Verzweiflung, Ungerechtigkeit, Unverständnis, …, aber auch Hoffnung, Trost, Frieden, Freude, Mut machendes, …, lasst uns nicht vergessen, dass wir auf die Auferstehung vorbereitet werden. Das ist unser Glaubensziel. Deshalb glauben wir. Deswegen bringen wir uns in die Gemeinschaft ein mit unseren Gaben / Begabungen.
SEIN Name hat Kraft! Bleiben wir in der Gemeinde und erinnern wir uns (gegenseitig) daran!
Neuapostolische Kirche