Die Freude über das Wiedersehen mit den Gästen aus Berlin war groß, denn in den vergangenen Jahren hat sich aus geschwisterlicher Gemeinschaft zwischen den beiden Gemeinden eine innige Freundschaft entwickelt. Seit 11 Jahren besuchen sich die Glaubensgeschwister aus Thüringen und der Bundeshauptstadt zu ihren Gemeindefesten; lediglich einige Jahre unterbrochen durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie.
Die schönste Gemeinschaft ist das Zusammensein am gedeckten Tisch, und so ließen sich nach einem Gebet des Gemeindevorstehers, Priester Tino Zelinski, und einem gemeinsam gesungenen Lied die Festteilnehmer die liebevoll zubereiteten Torten und Kuchen schmecken.
Die landschaftlich reizvolle Umgebung von Zeulenroda bietet viele Möglichkeiten für kleine und große Wanderungen. In diesem Jahr wurde den wanderfreudigen Glaubensgeschwistern ein Fußmarsch um die Vorsperre Riedelmühle angeboten. Diese steht am Beginn der Talsperre Zeulenroda, und diente zum Zurückhalten von Verunreinigungen vor der anschließenden, viele Jahre als Trinkwassertalsperre genutzten, Weidatalsperre. Die ca. einstündige Wanderung auf dem naturbelassenen Rundweg bot den Wanderern neben der Aussicht auf Wasser- und Waldvögel die Möglichkeit vieler schöner Gespräche.
Eine der wenigen Mühlen des Weidatales, die nicht von den Talsperren überflutet wurde, ist die Kesselmühle in Läwitz. Glaubensschwester Monika Zimmermann, die mit ihrer Familie ca. 50 Jahre lang in diesem Gebäude gewohnt hat, erläuterte den Wanderern den Standort und den Aufbau der ehemaligen Mühle.
Zurück im Gemeindezentrum, wo sich die zurückgebliebenen Kinder mit Spiel, Spaß und Basteleien beschäftigt hatten, empfing die Wandergruppe schon der Duft von gebratenen Thüringer Rostbratwürsten und schmackhaften Salaten.
Der Abend klang aus mit einem gemütlichen Beisammensein und einem Bibelquiz, das Glaubensschwester Annette Strobel für sich entschied.
Den Gottesdienst am darauffolgenden Sonntag leitete Priester Jörg Rümmelein unter dem Bibelwort Nehemia 8, 10: „Seid nicht bekümmert, denn die Freude am Herrn ist eure Stärke“. Viel Freude löste im Gottesdienst das Grußwort des neuen Vorstehers der Gemeinde Berlin-Grünau, Priester Michael Graf, aus. Freude kommt aber auch aus der geschwisterlichen Gemeinschaft. Das durften die Gemeindefestteilnehmer sowohl im Zusammensein am Samstag wie auch im Gottesdienst am Sonntag erleben.
Mit dem beidseitigen Wunsch nach einem baldigen Wiedersehen verabschiedeten sich die Glaubensgeschwister aus Berlin und Zeulenroda am frühen Nachmittag voneinander.
Neuapostolische Kirche