Eva Wetzel wuchs in Langenwolschendorf bei Zeulenroda auf. Schon als Kind machte sie in verschiedenen Wettbewerben auf ihr Talent aufmerksam. Sie studierte in North Carolina (USA) und in Hamburg und schloss ihr Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Neben ihrer Konzerttätigkeit und ihrem Lehrauftrag an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover engagiert sie sich mit Hingabe an der musikalischen Ausbildung von sozial benachteiligten Kindern.
Der spanische Pianist Álvaro Baltanás wurde in Málaga geboren. Sein Konzertexamen schloss er ebenfalls mit Auszeichnung ab und tritt heute europaweit in renommierten Konzertsälen auf. Musikalische Fachzeitschriften beschreiben sein künstlerisches Schaffen als „kompromisslos im Ausdruck, tiefgründig im Denken und leidenschaftlich im Klang“.
Die beiden Künstler boten den Zuhörern in Zeulenroda ein Konzert der Extra-Klasse.
Die Sonate für Klavier und Violine op. 12 Nr. 1 war eines der frühen Werke Ludwig van Beethovens (1770 - 1828). Der Komponist beschritt mit seinen Violinensonaten musikalisch neue Wege, die anfänglich auf ein gewisses Unverständnis beim zeitgenössischen Publikum stießen. Robert Schumann jedoch lobte das Werk Beethovens später als „Himmelssonnenblume“, das den Rezensenten (Kritiker) im Laufe der Jahre „zusammenschrumpfen“ ließ.
Clara Schumann, geb. Wieck (1819 – 1896) war die Ehefrau des Komponisten Robert Schumann und ihrerzeit eine berühmte Pianistin. Bereits im jugendlichen Alter komponierte sie eigene Werke, die von Kritikern hoch gelobt wurden. Allerdings fand man zu jener Zeit eine Dame als Komponistin völlig ungewöhnlich. Erst in den Achtzigerjahren des 20. Jahrhundert wurde Clara Schumann als Komponistin wiederentdeckt. Ihre Werke werden heute wieder gern aufgeführt.
Die Drei Romanzen für Violine und Klavier op. 22 führte Clara Schumann ab 1855 mit dem damals jungen, aber schon bedeutenden Violinisten Joseph Joachim wiederholt erfolgreich auf.
Francois Poulenc (1899 - 1963) schrieb seine Sonate pour violon et piano im Jahr 1943, also in der Zeit der deutschen Besatzung in Frankreich, im Gedenken an seinen von spanischen Nationalisten ermordeten Freund und Dichter Federico García Lorca. Obwohl Poulenc „die Geige im Singular“ nicht mochte und sich mit diesem Werk sehr schwer tat, wird die Sonate bis heute von berühmten Virtuosen interpretiert.
Eva Wetzel moderierte das Programm mit ihrer sympathischen Art und brachte damit den Zuhörern den Inhalt der aufgeführten Werke nahe.
Mit einem kräftiger Applaus bedankte sich das Publikum für dieses außergewöhnliche Konzert und brachte damit den Wunsch nach einem Wiedersehen zum Ausdruck.
Neuapostolische Kirche